Was kostet eine Website bei Freelancer, Studio oder Agentur? Ehrlicher Vergleich.
Freelancer: 1.000 bis 6.000 Euro. Studio: 4.000 bis 20.000 Euro. Klassische Agentur: 8.000 bis 40.000 Euro und mehr. Der Preisunterschied liegt in Prozess-Tiefe, Team-Größe, Substanz der Konzeption und Betreuungsverantwortung.
Freelancer, Studio, Agentur — dieselbe Website kann in den drei Setups fundamental unterschiedlich viel kosten. Der Grund ist nicht Geldgier, sondern strukturell: unterschiedliche Prozesstiefe, unterschiedliche Konzeptions-Substanz, unterschiedliche Betreuungsverantwortung. Wer die Unterschiede kennt, wählt bewusst.
Was ein Freelancer bietet — und was nicht
Ein einzelner Freelancer liefert schnell, meist günstig und mit direkter Kommunikation. Was fehlt: umfassende Konzeption, Redundanz bei Ausfall, breites Skillset (Copy, Foto, SEO, Ads aus einer Hand). Passend für kleine Projekte mit klarem Umfang und wenig strategischem Beratungsbedarf.
Was ein Studio bietet
Ein Studio arbeitet meist mit zwei bis fünf Menschen, spezialisiert auf hochwertige Umsetzung. Vorteil: Kombinierte Skills (Design + Entwicklung + Copy + SEO), verlässliche Prozesse, weniger Ausfallrisiko, tiefere Konzeption. Nachteil gegenüber Freelancer: höhere Preisklasse. Passend für etablierte Unternehmen mit klarem Anspruch, denen der Auftritt wichtig ist.
Was eine Agentur bietet
Klassische Agenturen (15+ Mitarbeiter) bieten umfangreiche Prozesse, oft mit dedizierten Account-Managern, strategischer Beratung und Kapazität für Großprojekte. Nachteil: höhere Preisklasse, längere Kommunikationswege, weniger direkter Draht zum eigentlichen Umsetzer. Passend für Konzerne, komplexe Multi-Sprach-Projekte oder Ausschreibungspflichtige Vorhaben.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
Nicht die Preisklasse allein, sondern was konkret enthalten ist. Fragen Sie: Wer arbeitet konkret an meinem Projekt? Wie viele Design-Iterationen sind drin? Wer verantwortet die Texte? Was passiert nach dem Live-Gang? Wie sind Zusatz-Wünsche kalkuliert? Die Antworten machen Preise erst wirklich vergleichbar.
Konkrete Beispiele
Freelancer für lokale Handwerksfirma (1.000 – 3.500 €)
Klassische WordPress- oder Wix-Umsetzung mit Template-Anpassung, drei bis sechs Seiten, Kontaktformular, mobile-optimiert. Schnell live, funktional, aber ohne strategische Konzeption.
Studio für etablierten Mittelständler (5.000 – 12.000 €)
Individuelles Design, 8 bis 15 Seiten, eigene Bildwelt, klare Verkaufsarchitektur, SEO-Foundation, mobile-first, 90-Tage-Begleitung. Der übliche Rahmen für ambitionierte B2B-Auftritte.
Agentur für Konzern oder komplexes Projekt (15.000 – 60.000 €)
Strategische Beratung, mehrsprachig, komplexe Integrations- und Approval-Prozesse, dediziertes Account-Management, umfangreiche Governance. Passend für Multi-Stakeholder-Projekte mit klaren Compliance-Anforderungen.
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Ist ein Studio immer besser als ein Freelancer?
Nein. Für kleine, klar umrissene Projekte kann ein guter Freelancer die schnellere und günstigere Antwort sein. Ein Studio lohnt sich, wenn Konzeption, Substanz und Betreuung eine Rolle spielen — und das Projekt eine bestimmte Größe hat.
Warum ist eine große Agentur so viel teurer?
Weil sie andere Overhead-Strukturen finanzieren muss (Account-Manager, Strategen, Consulting-Ebene, größere Räume, mehr Prozesse). Für Konzern-Projekte ist das gerechtfertigt, für Mittelstands-Website meist überdimensioniert.
Wie erkenne ich einen guten Anbieter unabhängig vom Typ?
Transparente Prozessbeschreibung, echte Cases (nicht nur Screenshots), klare Rollenverteilung, ehrliche Antworten auf unbequeme Fragen. Wenn ein Anbieter im Vorgespräch nur verkauft und nicht zuhört, ist das ein starkes Warnsignal.