Wie lange dauert eine neue Website? Realistische Zeitpläne je Projektklasse.
Kompakter Auftritt (3 bis 5 Seiten): 2 bis 4 Wochen. Vollständige Studio-Website (6 bis 12 Seiten): 4 bis 8 Wochen. Individueller Auftritt mit Sonderfunktionen: 8 bis 16 Wochen. Die tatsächliche Dauer hängt fast immer stärker von Ihrer Rolle als Auftraggeber ab als von der Umsetzung.
Fast alle Website-Projekte sind früher liefer bar als die Auftraggeber denken — und dauern trotzdem länger als angekündigt. Der Grund liegt selten in der Umsetzung, sondern in Feedback-Zyklen, Content-Bereitstellung und Entscheidungswegen. Wer die Dynamik versteht, plant realistisch.
Was die tatsächliche Dauer beeinflusst
Vier Faktoren: Umfang (Seitenzahl und Komplexität), Design-Tiefe (Standard vs. individuell), Content-Verantwortung (wer schreibt und liefert Bilder), Entscheidungsgeschwindigkeit (wie schnell kommt Feedback zurück). Die letzten beiden Faktoren sind fast immer die größeren Zeitfresser als die eigentliche Umsetzung.
Ihre Rolle als Auftraggeber
Feedback-Zyklen sind der wichtigste Zeitfaktor. Wer innerhalb von 24 bis 48 Stunden zurückgibt, erlebt Projekte, die zügig durchlaufen. Wer eine Woche pro Feedback-Runde braucht, verlängert das Projekt um Wochen — bei üblichen fünf bis acht Iterationen sind das schnell zwei zusätzliche Monate.
Typische Verzögerungs-Fallen
Erstens: Content wird viel später fertig als gedacht (Texte, Fotos). Zweitens: Zusätzliche Wünsche kommen während der Umsetzung dazu und werden nicht sauber kalkuliert. Drittens: Interne Freigabeschleifen mit vielen Stakeholdern. Viertens: Unklarheit über die Zielgruppe, die erst in Design-Iterationen sichtbar wird. Jede dieser Fallen kostet leicht zwei bis vier Wochen.
Was Sie tun können, um schnell zu bleiben
Content-Verantwortung vor Projektstart klären. Feedback-Fenster in den ersten Wochen blocken. Interne Freigeber früh benennen. Bei Zusatzwünschen bewusst entscheiden zwischen „jetzt einbauen“ und „nach Live-Gang“. Und: dem Studio vertrauen, wenn es zu inhaltlicher Fokussierung rät — die häufigste Verzögerung ist die Frage „müssen wir das nicht auch noch mit rein?“
Ablauf
- 01
Woche 1: Kickoff und Konzept
Detailliertes Briefing, Zielgruppen-Klärung, Content-Struktur, erste grobe Navigations- und Struktur-Skizze. Am Ende steht der Rahmen, in dem alles Weitere entsteht.
- 02
Woche 2-3: Design
Erste Design-Iteration, Feedback, zweite Iteration, Finalisierung. Bei individuellem Design plus eigene Bildwelt entsprechend länger.
- 03
Woche 3-5: Entwicklung
Umsetzung im Code, Integration von CMS, Formularen und ggf. Sonderfunktionen. Läuft parallel zur letzten Design-Phase, sobald das System steht.
- 04
Woche 5-6: Content-Integration
Texte einpflegen, Bilder optimieren, Meta-Daten setzen, letzte Feinabstimmung. Hängt stark davon ab, wie zeitig der Content vom Auftraggeber kommt.
- 05
Woche 6-7: Feintuning und Testing
Cross-Browser-Tests, Mobile-Tests, Performance-Optimierung, SEO-Final-Check, letzte Content-Änderungen.
- 06
Woche 7-8: Live-Gang und Begleitung
Live-Schaltung, Search-Console-Setup, Monitoring der ersten Wochen. Danach folgt die Begleitung mit iterativen Anpassungen aus echtem Nutzerverhalten.
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Was ist das Minimum für eine seriöse Website?
Zwei Wochen. Alles darunter ist entweder ein reines Template-Setup ohne Konzeption oder ein Marketing-Versprechen, das später zu Qualitätskompromissen zwingt.
Wie schaffe ich es, mein Projekt schnell durchzuziehen?
Feedback innerhalb 24 bis 48 Stunden, klare Content-Zuständigkeit vor Start, interne Freigeber früh benennen, Zusatzwünsche bewusst in Phase 2 verschieben.
Verlängern sich Zeitpläne oft?
Fast immer — meist wegen Content-Verzögerungen auf Auftraggeberseite oder wegen wachsendem Umfang während der Umsetzung. Ein gutes Studio macht diese Faktoren transparent und rechnet Konsequenzen ehrlich in Woche 1 durch.